15.10.2026 -  Goldscheider, Onofri und das MKO

Goldscheider, Onofri und das MKO

Abokonzertreihe

15.10.2026, 20 Uhr
Prinzregententheater

WAS IST HEIMAT?
Um diese Frage kreist die Eröffnung der ›Heimat(en)‹-Saison. Da ist Rossini: Seine italienische Heimat verlässt er 1823 gen Paris. Dort propagiert er einerseits die Opern-Tradition Italiens, um andererseits 1829 mit ›Wilhelm Tell‹ eine gewichtige Vorstufe zu Meyerbeer und Wagner vorzulegen. Gleichzeitig beflügelt das Sujet um den Schweizer Freiheitskämpfer die nationale Bewegung in Italien. Im Risorgimento avanciert der berühmte Galopp aus der Ouvertüre zu einem Einheitssymbol vergleichbar dem Gefangenenchor aus Verdis ›Nabucco‹. Als Rossini in Paris eintrifft, wirkt dessen Landsmann Spontini bereits an der Hofoper in Berlin. Mit Werken wie ›Olimpie‹ von 1819 hatte
Spontini zuvor das Tor zur Opern-Romantik weit geöffnet. Allein die Ouvertüre atmet zugleich die Ideale der Revolution, was ihn mit Beethoven eint. In Berlin leitet Spontini 1824 eine vielbeachtete Aufführung der ›Siebten‹ und hebt dabei ihren revolutionären Geist hervor. Den so vielschichtigen wie spannungsreichen Beziehungen zwischen Beethoven und seinen italienischen Zeitgenossen gehen Enrico Onofri und das MKO nicht nur in diesem Eröffnungsprogramm, sondern auch mit einer neuen CD-Edition bei harmonia mundi nach. Seine Heimat München würdigt Richard Strauss 1882/83 mit dem Hornkonzert Nr.1, entstanden für Strauss’ Vater, der hier als Hofopernhornist wirkte.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Freundeskreis des MKO.

15.10.2026, 20 Uhr Prinzregententheater

Programm

Gioacchino Rossini,
Ouvertüre „Wilhelm Tell“

Richard Strauss,
Hornkonzert Nr.1 op.11 Es-Dur

Pause

Gaspare Spontini,
Ouvertüre "Olympie"

Ludwig van Beethoven,
Symphonie Nr.7 A-Dur op.92

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